Das allmähliche Ende des iPhone-Giganten?

(Last Updated On: 7. Dezember 2018)

Ich bin selbst ein großer Apple-Fan und konnte früher die Innovationen nachempfinden die aus Cupertino zu uns kamen, Apple war wirklich revolutionär – früher einmal.
Die Zeiten ändern sich, gerade in der IT-Welt und diese Zeit scheint gerade am iPhone-Produzenten nicht gerade spurlos vorübergegangen zu sein.

Wenn ich an Apple denke, dann denke ich an einen leuchtenden angebissenen Apfel. An Soft- und Hardware die ineinander greift. An weiße Kabel und diesen charakteristischen Boot-Sound von macOS – Apple-Feeling eben 😉
Ich mochte dieses Premium-Gefühl beim Auspacken eines neuen Geräts und die nicht nur wunderschöne Hard- sondern auch Software.

Jedem passieren natürlich Fehler, bspw. „Der Griff des Todes“, bei dem man die Mobilfunk-Verbindung des iPhone 4 kappen konnte in dem man es an den falschen Stellen hielt.
Das ist einer der größten Fehler an die ich mich zu Zeiten von Steve Jobs erinnern kann. Als Steve Jobs im Oktober 2011 an Krebs starb nahm das Schicksal unaufhaltsam seinen Lauf:

September 2013: Apple stellt das iPhone 5c vor. Ein buntes iPhone aus Plastik, das manchen sogar in der Hosentasche wegschmolz. Wenn ich Plastik haben will kann man immer noch zu Samsung gehen und bekommt immerhin Lederoptik.

Septemper 2014: Apple stellt das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus vor, meiner Meinung grauenhaft, hätte ich mich vom 4,7 Zoll-Screen trennen wollen währe ich auch auf Android ausgewichen. Aber man muss natürlich bei den Android-Smartphones abkupfern. Wenigstens waren das noch Flaggschiffe.

Im März 2016 wird dann alles anders das iPhone SE kommt auf den Markt. SE steht übrigens für Steve Jobs-Edition. Es ist mit knapp 500€ sogar sehr günstig für Apple, orientiert man sich an den für die vorherigen Modelle ausgerufenen Preise von über 800€. Einzig 3D-Touch musste beim Nachfolger des 5s weggespart werden, ansonsten ist es gleich auf mit dem iPhone 6s.

Leider bleibt es nicht so schön, bei den großen Kollegen des SE wird zukünftig der Klinkenanschluss fehlen. Zum Trost werden EarPods mit Lightning dazu gelegt und ein Lightning-auf-Klinke-Adapter. Seien wir mal ehrlich wer möchte nicht zusätzlichen Strom durch Bluetooth Kopfhörer verbrauchen oder den Akku mangels freiem Lightning-Port nicht aufladen können? Man sollte lieber statt der veralteten Klinkenbuchse nachzutrauern die brand neuen AirPods für 180€ kaufen, da mit den mitgelieferten „Freiheit“ ja eh nicht mehr existiert.

Da ich es mit den iPhones nicht ausreitzen möchte ein letzter Satz mit X. Ein OLED-iPhone für satte 1.150€ noch größerem Screen ohne Home-Button und der neuen Face-ID.

Womit wurde Apple erfolgreich? Richtig mit dem iPod. Diese Modellreihe hatte man nach einem letzten Refresh des iPod touch im Juli 2015 seit Juli 2017 einfach eingestellt.

Apple preist das iPad als vollwertigen Computerersatz an. Eine glatte Lüge, wie kann ein Tablet ein Notebook ersetzen wenn es nicht mal Dateisystem-Zugriff gibt. Microsoft vermarktet hier das Surface als Convertible als echte Alternative. Das neue iPad Pro lässt sich immerhin wie die iPhone-Vorgänger verbiegen.

Der Mac, eigentlich ein Arbeitstier, durch Apple jedoch gefangen im eigenen Gehäuse was das Beispiel des MacBook Pro zeigt. Jegliche Anschlüsse wegespart, was bleibt USB-C. Wie toll das ich mein iPhone so garnicht mehr Syncken kann. Kopfhöhrer? Nein! SD-Steckplatz? Nein! Pro? NEIN, Low! Eine klemmende Butterfly-Tastatur mit schrecklichem Hub, kein leuchtender Apfel mehr, eine Touchbar die sich aufhängt und Luft im Gehäuse dort wo Akku sitzen könnte. Damals warf Steve Jobs eigenhändig teure Prototypen des iPods in ein Aqarium um seinen Ingenieuren zu zeigen das im Gehäuse sehr wohl noch Platz für mehr Akku ist.
Wo wir gerade von „Gesperrt“ sprechen, sperren kann sich das neue MacBook Pro auch und zwar gegenunerlaubte Reparaturen, also wenn dann mal das Pro Obsolet wird, Apple ihr Toolkit nicht auf dem MacBook ausführt sind die 3000€ einfach futsch!
Den hierfür verantwortlichen T2-Chip haben jetzt übgiegens alle neuen Macs, aber dient ja wenigstens der Sicherheit und macht das Auslesen bei intaktem Mainboard nicht nur zur Fars sondern bei einem Defekt der Haubtplatine sogar ganz unmöglich! Aber ermöglicht uns so wichtige Features wie Touch-ID oder Hey Siri. Ganz vergessen mit dem neuen Netzteil kann das MacBook auch schnell mal von Tisch sein, wenn denn jemand über das neue USB-C-Kabel fällt, macSafe war anscheinend zu teuer. Immerhin Zubehör existiert, am besten bei denen auch schonmal Dongle kaufen gehen. Warten solltet ihr auf jeden Fall nicht auf den neuen Mac Pro der soll erst frühestens 2019 kommen, und ob man dann überhaupt noch USB-C braucht ist sicherlich auch fraglich.

Womit wird das ganze garniert?
Mit Sicherheitslücken und schwerwiegenden Software-Bugs die es sogar in Apples Werbung schafften. Teurem iCloud-Speicher, Intransparenz über die Batterie-Gesundheit der iDevices, einem Smart Speaker der Alexa und Google nicht ansatzweise das Wasser reichen kann. Teurem Zubehör. Abhänigkeit vom App Store, für den jeder Entwickler jährlich 99$ zahlen muss, bei Googles Play Store sind es einmalig 30$.

Immerhin Apple stellt eine schöne Smartwatch her, welche zwar teuer aber funktionell ist, wenn man sie nicht aufgrund eines Updates mit anschließender Boot-Schleife an Apple schicken muss und man von der kargen Softwre-Auswahl absieht.

Apple hat sich seit damals sehr verändert:
Jahrelange Lizenztdebakel mit Quallcom, weshalb sich der Start von 5G im iPhone noch bis 2020 hinziehen wird, während die Telekom und Huawei bereits 5G-Netze aufbauen.

Apple ist eins der reichsten Unternehmen der Welt, aber bei weitem nicht mehr das Verkaufstärkste, Huawei hat Apple bereits überholt und auch Samsung und andere Hersteller wie Xiomie oder OnePlus steigern ihre Verkäufe stetig.
Apple muss sich darüber klar werden das es nicht um Gewinn sondern um Inuvative Produkte geht, so wie vor dem Tod von Steve Jobs. „Stay Hungry. Stay Foolish.“

Zum Abschluss noch zwei (Hör-)Buch-Tipps:

Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers*
Apple intern – Drei Jahre in der Europa-Zentrale des Technologie-Multis*

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